Kopfbild_Mainz_Radler
14.10.2019 erstellt von: Rolf Pinckert


Radverkehr in Mainz, Ingelheim, Bad Kreuznach

Die 2-te und aktualisierte Ausgabe unseres Radverkehrspolitischen Programms zur lokalen Umsetzung der Ziele des ADFC steht hier nun zur Verf├╝gung

Wir arbeiten an der Umsetzung des Radverkehrspolitischen Programms des ADFC:

  • Das Rad ist mehr als ein Fortbewegungsmittel und bietet viele L├Âsungen

  • Mit Radverkehrsf├Ârderung schaffen wir Sicherheit und Akzeptanz und motivieren zum Radfahren

  • Radverkehr erh├Âht die Lebensqualit├Ąt in St├Ądten und D├Ârfern und verdient entsprechend Platz

  • Gute Infrastruktur und Vernetzung der Verkehrsmittel sind wichtig, brauchen eine gute Finanzierung und einen entsprechenden Rechtsrahmen

  • Von unseren Mitgliedern nehmen wir regelm├Ą├čig Anregungen und Vorschl├Ąge mit dem Ziel der laufenden Impulsgebung und Weiterentwicklung des Radverkehrs und des respektvollen Umgangs aller Verkehrsteilnehmer miteinander an


Deshalb setzen wir uns auf regionaler Ebene f├╝r eine wesentliche Verbesserung aller Aspekte des Radfahrens ein. Insbesondere fordern wir:

  • Ein gesamtheitliches Radverkehrskonzept in Mainz, Bingen und Kreuznach sowie unserer Region;

  • Gr├╝ndung eines Arbeitskreises Fahrradfreundlicher Kommunen und Mitarbeit der Kommunen unserer Region;

  • Radschnellwege zu allen wichtigen Zielen au├čerhalb von Mainz: Nach Oppenheim, Worms, Nieder-Olm, Ingelheim, Bingen, Wiesbaden, Frankfurt, dem Flughafen usw.

  • Der nun in Umsetzung befindliche Pendlerradweg Mainz-Bingen kann nur ein kleiner Anfang f├╝r verbesserte regionale Verbindungen sein. Er ist so auszubauen, dass er von und in Richtung Budenheim und Bingen auch eine gute Anbindung nach Schierstein sowie direkt in die Stadt und hoch zur Uni bietet. Die Planung sieht vor, da├č der Weg durch die G├Ąrten f├╝hrt was u.E. zu Konflikten mit den Gartenbesitzern f├╝hren kann. Hierzu haben wir Verbesserungsvorschl├Ąge gemacht und an den LBM gesandt. Langfristig sollte zumindest ein Arm des Pendlerradweg parallel zur Bundesstra├če gef├╝hrt werden;.

  • Deutlich st├Ąrkere Ber├╝cksichtigung der auszubauenden Radverkehrsinfrastruktur wie u.a. auch beim aktuellen ÔÇ×NahverkehrsplanÔÇť 2019 bis 2023 gefordert;

  • Deutliche Verbesserung der Kommunikation Rund ums Rad und f├╝r insgesamt mehr Respekt aller Verkehrsteilnehmer untereinander.


Um eine sp├╝rbare Verbesserung der Radverkehrssituation in Mainz zu erreichen fordern wir:

  • Die deutliche Aufstockung des Mainzer Radinfrastrukturetats von derzeit unter 1 EUR pro Einwohner auf wenigstens 12 EUR pro Einwohner. Dabei orientieren wir uns an dem vom ADFC Landesverband RLP geforderten H├Âhe. Dabei sollen die aktuell vorhandene Mittel z.B. aus dem Klimaschutzpaket und dem Dieselfonds konsequent genutzt werden;

  • Aufstockung des zust├Ąndigen Fach- und Arbeitspersonals zur Umsetzung der notwendigen Radverkehrsinfrastruktur. Nur eine Radfahrbeauftragte ist zu wenig ÔÇô Die Einrichtung eines Radb├╝ros mit z.B. 4 MAK ist erforderlich;

  • Stadtteilrouten zur Verbindung aller Stadteile ÔÇô kreis und sternf├Ârmig. Dabei Ber├╝cksichtigung aktueller und auch in Zukunft tragf├Ąhiger Ausbaustandards;

  • Eine echte Verbindung vom Hauptbahnhof bis runter an und ├╝ber den Rhein. Dazu braucht es eine leistungsf├Ąhige Radverkehrsachse - z.B. ├╝ber die Kaiserstra├če oder Gro├če Bleiche in Verbindung mit dem evt. Umbau f├╝r die CityBahn oder aber auch die Hintere Bleiche als reine Fahrradstra├če;

  • Beim Bau des Fahrradparkhauses sind alle dazugeh├Ârigen Zu- und Abfahrten ausreichend zu dimensionieren. Hier denken wir z.B. an die Wege zur Alicenbr├╝cke und die Verbreiterung des Weges entlang des ehemaligen Postarreals. Die Ostein-Unterf├╝hrung sollte auf beiden Seiten zur Neustadt und nach HaM├╝ mit Rampen f├╝r Radfahrer ausgestattet werden;

  • Schaffung einer direkten Verbindung von der um eine Fahrradspur zu erweiternden Alicenbr├╝cke ├╝ber die Alicenstra├če in die M├╝nsterstra├če ÔÇô idealer Weise mittels einer Unterf├╝hrung in direkter Fortsetzung der kleinen Fu├čg├Ąngerunterf├╝hrung;

  • Barrierefreie Auffahrt auf beiden Seiten der auf 4m zu verbreiternden Kaiser Br├╝ckentrasse und gute Anbindung an die zu schaffende weiterf├╝hrende Radinfrastruktur

  • Verbesserung der auch f├╝r die Schulwege bedeutenden Radwegeinfrastruktur Bretzenheim - Zahlbach - Milchpfad - Oberstadt-Fichteplatz - Innenstadt;

  • Verbesserung der Radwegeinfrastruktur Mombach-Gonsenheim-HaM├╝ wie teils bereits den Verkehrsderzernat und den Ortsbeir├Ąten vorgestellt. Neu aufzunehmen ist eine gute Ber├╝cksichtigung des Radverkehrs im Zuge des Abrisses der Hochbr├╝cke Mombacher Stra├če/Rheinallee;

  • Umbau Rheinallee durch Zusammenfassung der Auto-Fahrbahnen und echten Radwegen in beide Richtungen;

  • Verbesserung der Verbindung G├Ąrtnergasse ÔÇô Bahnhof ÔÇô Neustadt. Die Ausleitung auf den Fu├čg├Ąnger├╝berweg in Richtung Bahnhof mu├č eine eindeutige Radspurausleitung erhalten. Eine direkte Verbindung von der G├Ąrtnerstrasse in die Boppstra├če ist zu schaffen;

  • Schaffung einer sicher und angenehm zu fahrenden Verbindung S├╝dbahnhof ÔÇô Oberstadt ÔÇô Heiligkreuzviertel;

  • Substantielle Verbesserung der schlechten Situation f├╝r Radfahrer bei der ├ťberquerung der Theodor-Heuss-Br├╝cke, so dass die Konflikte mit den Fu├čg├Ąngern minimiert werden. Als eine Alternative ist eine Unter- oder Oberstromige Rad- und Fu├čg├Ąngerbr├╝cke zu ├╝berlegen. F├╝r die weitere Radverkehrliche Anbindung nach AKK und auf die Maaraue mu├č im Zuge der angedachten Umgestaltungen eine vern├╝nftige Konzeption her.



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